Vortrag Tanzgeschichte mit Michel Hepp

Tanzgeschichte in Europa (Schwerpunkt Kreistänze)Von den Ursprüngen bis zur Gegenwart

Termin: 30. Juni 2026, 19 Uhr
Ort: Bockkeller, Gallitzinstraße 1, 1160 Wien

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Welchen Ursprung haben die Volks- und Folkloretänze in Europa und Vorderasien? Wie haben sie sich über viele Jahrtausende hinweg zu dem Tanzrepertoire entwickelt, das heute getanzt wird? Wieso wurden Ketten- und Kreistänze in Mitteleuropa vom Paartanz verdrängt?

Der Tänzer und Tanzforscher Michel Hepp macht uns die jahrtausendealte Tanzgeschichte am 30. Juni 2026 im Bockkeller lebendig. Michel Hepp ist ein profunder Kenner des Volks- und Folkloretanzes in mehrfacher Hinsicht: als leidenschaftlicher Tänzer und Tanzlehrer; als Herausgeber von Musiksammlungen mit Tanzbeschreibungen; und als Forscher im Bereich der Geschichte, Entwicklung und Verwandtschaftsbeziehungen der Tänze.

Michel hat darüber an der Universität Münster dissertiert. Seine Arbeit trägt den Titel „Genese und Genealogie westeurasischer Kettentänze“. Sie behandelt die Entstehung, Ausbreitung und weitere Entwicklung der Kettentänze in Europa. Dieser Typus von Gemeinschaftstanz war früher in ganz Westeurasien kulturell verbreitet. In seiner Forschung arbeitete er sich anhand von historischen Aufzeichnungen und Malereien zurück bis zu einem vermutlichen gemeinsamen Ursprung dieser Tanzform in der Jungsteinzeit. Dies spiegelt sich auch im Titel seines Buchs „Tanz von der Steinzeit zur Neuzeit – Ein Überblick über die Tanzgeschichte Westeurasiens“ wider.

Als Tänzer und Tanzlehrer durften ihn einige von uns bereits kennenlernen – und eine Ahnung von der spannenden und vielschichtigen Geschichte der Kreis- und Kettentänze bekommen. Nun freuen wir uns darauf, von ihm in seinem Vortrag mehr über die Geschichte und Hintergründe der Tänze zu erfahren.

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